Zukunftsfähigkeit Bayerns basiert auf starker Realschule

Landesvorstandssitzung des brlv in Nürnberg formuliert klare Erwartungen an künftige „Bayern Koalition“ und neue Staatsregierung „Zu einem starken, erfolgreichen Bayern gehört die starke, erfolgreiche bayerische Realschule als hoch anerkannte mittlere Säule des bewährten differenzierten Bildungswesens. Die bayerische Realschule ist ein entscheidender Garant für Bildungsqualität und Zukunftsfähigkeit. Die Menschen im Freistaat stehen klar zum Bildungsweg über die Realschule. Wir erwarten daher als Vertreter einer zukunftsfähigen, realistischen Bildung entsprechende Beachtung von der neuen Koalitionsregierung. Wir werden unsere Forderungen weiterhin klar formulieren, die Entscheidungsprozesse genau beobachten und stehen als konstruktiver Gesprächspartner jederzeit zur Verfügung“, so eröffnet... [mehr]

"Campus und Karriere": Jürgen Böhm im Deutschlandfunk

brlv-Landes- und VDR-Bundesvorsitzender Jürgen Böhm als Moderator für die Sendung „Campus und Karriere“ im Deutschlandfunk. Themen sind Realschule, Realschulabschluss und Karrierechancen – einfach reinhören!

Hier geht es zum Beitrag

Foto: Deutschlandradio/Ellen Wilke

[mehr]

brlv-Analyse zur Landtagswahl 2018

Positionen der Parteien zur Bildungs- und Berufspolitik

Am 14. Oktober 2018 wird ein neuer Landtag in Bayern gewählt. Für den Bayerischen Realschullehrerverband, der die Interessen der Realschule und der Lehrkräfte an Realschulen vertritt, aber auch für die 225.000 Realschüler an den bayernweit 375 Realschulen und deren Eltern, für den Wirtschaftsstandort Bayern wie auch für die Anschlussschulen FOS/BOS und Fachhochschulen ist die Gestaltung der künftigen Bildungspolitik in den vor uns liegenden Jahren 2018 – 2023 von essentieller Bedeutung.

Was der Bayerische Realschullehrerverband unter anderem von den Parteien erwartet:

  • Eine weiterhin eigenständige, erfolgreiche Realschule mit einem klaren Bildungs- und Erziehungsprofil,
  • eine gute Personalausstattung mit mehr Lehrkräften und weiterem pädagogischem Personal sowie bessere Karriereperspektiven für Lehrer durch mehr Beförderungsmöglichkeiten,
  • deutliche Unterstützung bei Digitalisierung und Ganztag,
  • außerdem sind für den brlv der Beamtenstatus der Lehrkräfte und weitere Verbesserungen der Rahmenbedingungen an den Realschulen unverzichtbare Bestandteile einer zukunftsgerichteten Bildung- und Berufspolitik.

Die Analyse zahlreicher Wahlprogramme, ergänzt mit Aussagen zur Bildungs- und Berufspolitik ergeben im Vorfeld der Landtagswahl ein deutliches Bild der Vorstellungen und Programmatik der Parteien in Bayern – zumal einige Parteien weiterhin den Fortbestand des differenzierten Schulwesens mit eigenständiger Realschule direkt oder indirekt in Frage stellen.

In unserer Übersicht werden die Rückmeldungen der Parteien in einer detaillierten Gesamtschau zusammengetragen, die auszugsweise in der brlv-Verbandszeitschrift "Die Bayerische Realschule" (dbr) 6/2018 veröffentlicht werden konnte. Mit Ausnahme der AfD haben alle Parteien geantwortet, teilweise mit umfangreichen Anmerkungen, die ebenfalls an dieser Stelle veröffentlicht werden.

Das differenzierte Schulwesen mit eigenständiger Realschule und hohem Förderanspruch wird auch dann bereits schrittweise beseitigt, wenn Parteien an vermeintlich kleinen Stellschrauben drehen. Das sind zum Beispiel:

  • Abschaffung des verbindlichen Grundschulgutachtens oder der Noten und des Wiederholens
  • Abschaffung des abschlussbezogenen differenzierten Unterrichts
  • Schaffung von Einheitsschulsystemen
  • Abschaffung der schulartbezogenen Lehrerbildung
  • Einflussnahme des Bundes auf die Bildungshoheit der Länder

Eine wichtige Bitte: Gehen Sie zur Wahl und machen Sie von Ihrem demokratischen Recht Gebrauch!   

Hier geht es zur Gesamtschau der Rückmeldungen der Parteien

 

[mehr]

Vorbereitungen zum brlv-Jahrbuch 2019 laufen an

Macht ein gedrucktes dickes Jahrbuch in Zeiten der Digitalisierung noch Sinn? Gewiss stellt sich der ein oder andere diese Frage und es bedarf einer detaillierten Debatte darüber. Deshalb haben die Delegierten am Landesrealschultag in Rosenheim nach intensiven Diskussionen den Landesvorstand beauftragt zu entscheiden, ob es auch künftig ein gedrucktes Jahrbuch geben soll. In seiner Sitzung Anfang Dezember 2017 in Ingolstadt hat der Landesvorstand beraten und entschieden: Ja, es wird ein Jahrbuch geben. Es war die Überzeugung fast aller Vorstandsmitglieder, dass das Nachschlagewerk weiterhin seine Berechtigung hat. Denn: Es stellt für viele Kollegen einen nützlichen Helfer „am Schreibtisch“ dar, da es alle bayerischen Realschulen sowie die Beruflichen Oberschulen (FOS/BOS), aber auch Informationen zum brlv übersichtlich und gesammelt enthält.

Um die im Jahrbuch verzeichneten Informationen auf den aktuellen Stand zu bringen, haben nun unter der Federführung von RSDin Heidrun vorm Walde die Arbeiten zum Jahrbuch 2019 begonnen. Dazu haben alle Bezirksverbände des brlv bereits Koordinatoren für den jeweiligen Regierungsbezirk ernannt. Diese stehen im engen Austausch mit den Ortsvorsitzenden der jeweiligen Realschule. Auftrag der Ortsvorsitzenden ist es, im Zeitraum von Oktober bis Mitte November die Schuldaten sowie spezifischen Schulprofile, Angaben über Schulleitung und Schulleitungsmitglieder, der Sekretariate und natürlich der Kolleginnen und Kollegen an der Schule vor Ort zu erheben. Da es sich dabei meist um personenbezogene Daten handelt, hat der brlv im engen Austausch mit dem brlv-Datenschutzbeauftragten Bernd Bischoff die Koordinatoren detailliert geschult, damit sichergestellt ist, dass alle Anforderungen der Datenschutzgrundverordnung eingehalten werden.

Mit einer doppelten Einverständniserklärung bestimmt jeder eigenverantwortlich über die eigenen personenbezogenen Daten.

Die entsprechenden Listen und Informationen zur Datenerhebung können Sie hier einsehen:

Bei Fragen zum Thema Jahrbuch können Sie sich gerne per Mail an RSDin Heidrun vorm Walde wenden unter: jahrbuch@brlv.de

Bildquelle: fotolia.de / industrieblick

 

[mehr]

Bayern: Guter Start ins neue Schuljahr

„Zum Start ins neue Schuljahr steht Bayern bei der Unterrichtsversorgung wesentlich besser da als andere Bundesländer: Alle Planstellen konnten besetzt werden; auf Seiteneinsteiger musste nicht zurückgegriffen werden.“ Pressekonferenz der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrkräfte (abl) am 06.09.2018

Der brlv fordert die Umsetzung von 400 + x Einstellungen zum Schuljahr 2018/19 und wiederholt die Forderung nach einem kontinuierlichen Einstellungskorridor, einer perspektivischen Personalplanung sowie dem weiteren Ausbau der mobilen und integrierten Lehrerreserve. Ebenso müssen die Rahmenbedingungen an den Schulen weiter verbessert werden. Mindestens genauso wichtig wie die Einstellung bestens ausgebildeter und hochmotivierter Kollegen ist es jedoch, junge Menschen wieder dazu zu ermutigen, das Realschullehramtsstudium zu ergreifen. Bereits jetzt zeichnet sich ein drohender Lehrermangel an den Realschulen ab – wenn dem nicht jetzt entgegengesteuert wird, werden wir in den kommenden Jahren mit weitreichenden Konsequenzen konfrontiert, die verheerend sein können, wie man anhand der Entwicklungen in anderen Bundesländern sehen kann.

Die Forderungen des brlv, vehement in den Kampagnen der letzten Jahre zum Ausdruck gebracht, ist bei den Verantwortlichen angekommen und zeigten Erfolg: „Jetzt einstellen! Jetzt studieren! Jetzt Zukunft sichern!  #400plus #Bildungsverstärker #Zukunftsgestalter #brlv“ mit dieser Forderung nach mindestens 400 plus x Einstellungsmöglichkeiten machte der brlv seit Monaten deutlich, dass es dieses Jahr von enormer Wichtigkeit ist, den noch vorhandenen gut qualifizierten Lehrernachwuchs für den Freistaat Bayern zu gewinnen und dauerhaft hier halten zu können. „Mit den Neueinstellungen können sowohl für junge Lehrkräfte neue Perspektiven geschaffen als auch wichtige Zukunftsfelder an den Schulen gestaltet werden. Dringend notwendige pädagogische Maßnahmen und inhaltliche Weichenstellungen können weiter vorangetrieben werden“, betonte brlv-Landesvorsitzender Jürgen Böhm nach Bekanntwerden der Einstellungszahlen zum kommenden Schuljahr 2018/19. Nur so kann dem Lehrermangel, der sich in anderen Bundesländern bereits spürbar abzeichnet, in Bayern an den Realschulen vermieden werden.

Dramatischer Lehrermangel in Berlin und Sachsen

Insbesondere in Berlin und Sachsen zeichnete sich zum Schulbeginn ein dramatischer Lehrermangel ab, den die Länder mit kreativen Notlösungen wie der Einstellung zahlreicher Quereinsteiger und der Beschäftigung von Lehramtsstudenten sowie der Kürzung von Unterricht und der Erhöhung der Arbeitszeit von Lehrkräften entgegenzuwirken versuchen. Um solchen Tendenzen entgegen zu wirken – in den nächsten Jahren zeichnet sich auch in Bayern ein Rückgang der Bewerberzahlen ab – hat er brlv frühzeitig darauf hingewiesen, dieses Jahr bei noch vergleichsweise hohen Bewerberzahlen aus Bayern dieses qualifizierte Personal durch entsprechende Einstellungszahlen 400 plus für Bayern an den Realschulen zu gewinnen.

Umso erfreulicher ist nun das Ergebnis der Einstellungssituation 2018 an den Bayerischen Realschulen: 482 Realschullehrkräfte konnten auf Planstelle eingestellt werden!

Dadurch ergeben sich an den Schulen weitere Verbesserungen, die der brlv seit Jahren von der Politik einfordert:

Die durchschnittliche Klassenfrequenz liegt somit bei 25,7. Ein Überblick über die letzten zehn Jahre zeigt folgende Tendenz:

2007/08              2015/16              2018/19

28,6                      26,1                      25,7

Auch beim Ausbau der integrierten Lehrerreserve sind spürbare Verbesserungen zu verzeichnen. Eine durchschnittlich große staatliche Realschule verfügt nun über mehr als eine Vollzeitlehrerstelle, die für Differenzierungsmaßnahmen oder der Abwendung von Unterrichtsausfall bei gleichzeitiger Reduzierung der Mehrarbeit für Kollegien zur Verfügung steht.

Die Schattenseite der guten Einstellungsmöglichkeiten in diesem Jahr haben insbesondere die Schulleitungen im Juli und August bereits deutlich zu spüren bekommen: Es stehen nun deutlich weniger Aushilfslehrkräfte mit Realschulqualifikation zur Verfügung, teilweise war es äußerst schwierig, Kollegen als Ersatz auf dem „freien Markt“ zu finden.

Der brlv kümmert sich weiter auch in Zukunft darum, dass sich die Rahmenbedingungen an den Schulen vor Ort verbessern, in dem ein Einstellungskorridor besteht, die integrierten und mobilen Lehrerreservestellen ausgebaut werden und sich die Bedingungen für befristet angestellte Lehrkräfte verbessern. Gleichzeitig bemüht sich der brlv insbesondere auch mit seiner Fachgruppe Studenten und Referendare an den Universitäten darum, Studenten für das Studium des Lehramts an Realschulen zu gewinnen. „Deshalb muss künftig an diesem Kurs festgehalten werden, um Lehrkräften alle Optionen zu geben, für unsere Kinder ‚wahre Bildungsverstärker‘ zu sein!“, bekräftigt der Landesvorsitzende Jürgen Böhm abschließend die zukünftige Linie des brlv.

[mehr]

„Realschule – Labor des Lebens“

Gerade für junge Menschen ist es wichtig, sich Ziele zu setzen und Ehrgeiz zu entwickeln, um diese Ziele zu erreichen. Leistungsanforderungen sind notwendig, um die Schüler auf die Realität und das Berufsleben vorzubereiten – hierzu gehört auch, Widerstände zu überwinden, die das Leben manchmal bereithält. Die Realschule hilft den Schülern dabei, Erfahrungen fürs Leben zu sammeln und sich selbst zu finden. Sie unterstützt die Jugendlichen dabei, herauszufinden, was sie möchten und stärkt sie dort, wo sie stark sein können.

[mehr]

News / Presse

brlv-Landesvorstandssitzung:

Klare Forderungen an "Bayern-Koalition"

VDR zur KMK:

Demokratie vermitteln, leben und verteidigen!

"Digitale Bildung - zwischen Hype und Hybris"

brlv ist mit Infostand an LMU vertreten

Veranstaltungen

Okt 23

Kirchweidach

Nov 08

Neunburg vorm Wald

Nov 29

Würgau

Mehrwertprogramm

brlv-Geschäftsstelle

Dachauer Straße 44a
80335 München
Tel.: 0 89 / 55 38 76
Fax.: 0 89 / 55 38 19
info@brlv.de

Für Fragen und Anregungen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Bitte wenden Sie sich hierzu an die Geschäftsstelle oder verwenden Sie unser Kontaktformular.

Ihre Ansprechpartner

Vorsitzender
Vorsitzender

Jürgen Böhm
boehm@brlv.de

Geschäftsführer
Geschäftsführer

Ralf Neugschwender
ralf.neugschwender@brlv.de

Pressesprecherin
Pressesprecherin

Judith Kadach
presse@brlv.de

Newsletter-Anmeldung

Der brlv gibt in regelmäßigen Abständen wichtige und ausführlichere Informationen zu aktuellen Themen per Newsletter bekannt. Diese können Sie gerne abonnieren.

Hauptpersonalrat

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir beraten Sie regelmäßig zu Fragen zum Dienstbetrieb, zur Schulordnung, zu sozialen Angelegenheiten, zu Beförderung, Dienstunfähigkeit, Ruhestand und vieles mehr.

Herzliche Grüße
Ihr Hauptpersonalrat