Digitalisierung ist Lebenswirklichkeit unserer Schüler

12. Hirschberger Realschultage in Beilngries: Schule, Wirtschaft und Politik diskutieren über zukunftsfähige, realistische Bildung

„Der Mensch im digitalen Zeitalter“ – mit diesem Thema befassen sich Teilnehmer aus Schule, Wirtschaft und Politik im Rahmen der 12. Hirschberger Realschultage am 12. und 13. April in Beilngries. Deutlich wird im Rahmen der Veranstaltung vor allem eines: Die Realschule steht für realistische und zukunftsfähige Bildung – und bereitet Kinder und Jugendliche optimal auf die Lebenswirklichkeit vor, die zunehmend digital ist. Welche Auswirkungen hat diese längst unumkehrbare Entwicklung auf die Bildung und die Schule? Welche Auswirkungen hat diese Entwicklung auf unsere Gesellschaft, auf unsere Demokratie? Wie kommen die Menschen des 21. Jahrhunderts mit der Industrie 4.0 zurecht? Diese und weitere Fragen werden mittels Vorträgen und Workshops diskutiert und beantwortet.

„Die neuen Medien verbreiten sich in unserer Gesellschaft mit rasanter Geschwindigkeit und großer Intensität und prägen diese in allen Bereichen. In der Lebenswelt heutiger Kinder und Jugendlicher sind wirklich erlebte und digital zugänglich gemachte Erfahrungen kaum mehr zu trennen. Der kompetente Umgang mit den digitalen Medien ist deshalb für junge Menschen in unserer Gesellschaft unabdingbar. Hierbei ist wesentlich, die Kinder und Jugendlichen sowohl auf die Chancen als auch die Risiken vorzubereiten, die die Digitalisierung mit sich bringt. Den Lehrkräften kommt hierbei eine besonders wichtige Rolle zu, denn die einzelne Lehrkraft ist der ausschlaggebende Faktor für eine gelingende Einbindung der Digitalisierung in den Schulalltag. Wer denkt, dass die Lehrkraft in Zukunft überflüssig werden könnte, der hat die Zeichen und die möglichen Risiken einer zunehmend medialen Zeit nicht erkannt“, äußert sich Jürgen Böhm, Vorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbands (brlv), im Rahmen der Veranstaltung.

Digitalisierung umfasst auch die Bereiche Cybermobbing, Datenschutz oder die sich aufgrund der Digitalisierung im Wandel befindliche Berufslandschaft. Wie wichtig den teilnehmenden Lehrkräften gerade auch diese Themen sind, wird insbesondere am regen Besuch verschiedener Themeninseln deutlich, die unter anderem diese genannten Inhalte explizit behandeln.

Frühzeitig hat die Realschule die Zeichen der Zeit erkannt und Digitalisierung sowie Medienkompetenz der jungen Menschen als wichtiges Element in die Konzeption der Realschulbildung eingebunden. „Dabei kommt es darauf an, die analogen Kulturtechniken niemals zu vernachlässigen, den einzelnen Menschen nicht aus dem Auge zu verlieren und die humanistischen, demokratischen und kulturellen Errungenschaften zu bewahren und sie in das digitale Zeitalter zu überführen“, so Böhm weiter. Dies gelinge allerdings nur, wenn das Erfolgsmodell Realschule weiterhin zukunftsfähig gestaltet werde – mit einem schulischen Umfeld, das die individuellen Bedürfnisse und Interessen des einzelnen Schülers in den Mittelpunkt stellt und entsprechende Rahmenbedingungen liefert. Hierzu gehört dringend zusätzliches Personal – „nur mit einer bedarfsgerechten Personalplanung können Engpässe vermieden sowie die hohe Qualität der Realschule beibehalten werden“, äußert sich Böhm abschließend.

Pressekontakt: Jürgen Böhm mobil: 0151 117 155 89

 

Hier geht es zum Film über die Hirschberger Realschultage (Quelle: bbw)


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