abl: Lehrkräfte aller Schularten bewältigen gemeinsam die Krise – Schule geht notfalls auch ohne Klassenzimmer

Schule geht notfalls vorübergehend auch ohne Klassenzimmer. Die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) bestärkt daher alle Kolleginnen und Kollegen, in diesem Katastrophenfall effektiv und kreativ zu arbeiten, alternative Wege der Wissensvermittlung zu nutzen und sich gegenseitig zu unterstützen. Trotz aller Umstände gilt es die Schülerinnen und Schüler im Blick zu behalten.

Die Menschen in Deutschland und in vielen Ländern, sind mit einer nie dagewesenen Krisensituation konfrontiert. Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, wurden in Bayern alle Schulen und Kitas geschlossen. Für die Lehrkräfte und Pädagogen greifen die gravierenden Veränderungen stark in ihr berufliches Leben ein. Dennoch leisten sie weiterhin ihren Dienst und erfüllen trotz der Ausnahmesituation ihren Bildungsauftrag.

Digitale Arbeitsformen stellen noch für viele Schülerinnen und Schüler eine große Herausforderung dar. Um den Unterricht möglichst gut ersetzen zu können, sind in der gesamten Schulfamilie Geschlossenheit und Teamarbeit gefragt. Dabei erfolgen Betreuung und Feedback durch die Lehrkräfte in vielfältiger Weise unter Nutzung digitaler Medien. Aber nicht nur Lehrerinnen und Lehrer sind hier gefordert, auch die Eltern sind durch ihre Unterstützung, Förderung und Motivation ein wichtiger Faktor, um diese Krise erfolgreich zu meistern.

Gerade in den Abschlussklassen muss es Schülerinnen und Schüler trotz dieser außergewöhnlichen Situation möglich sein, sich auf ihre Prüfungen vorzubereiten. Hier ist in besonderem Maße auch die Eigenverantwortung der Absolventinnen und Absolventen gefragt.

Ein richtiger Schritt des Kultusministeriums ist die Verschiebung der Abschlussprüfungen. Das Abitur wurde vom 30. April auf den 20. Mai verlegt. Die Prüfungen an den Mittelschulen, Realschulen und beruflichen Vollzeitschulen (Wirtschaftsschulen, FOSBOS, Fachschulen u. a.) werden ebenfalls zeitlich verschoben. Über eine Verschiebung der Kammer-Abschlussprüfungen (IHK, HWK u.a.) im Rahmen der dualen Berufsausbildung steht eine Entscheidung noch aus. Das gemeinsame, mit allen Verbänden abgesprochene Ziel, den Schülerinnen und Schülern aller Schularten eine erfolgreiche Teilnahme an den Prüfungen zu ermöglichen, rückt so wieder in erreichbare Nähe – vorausgesetzt, die Schulen gehen nach den Osterferien wieder in den Normalbetrieb zurück. Sollten notwendigerweise längere Schließungen ausgesprochen werden, müssen die Prüfungen an allen Schularten Bayerns neu terminiert werden. Auch für diesen Fall sind wir bereits in gemeinsamer Abstimmung.

„Ungeachtet dessen, wann in diesem Schuljahr die Schulen wieder öffnen werden, steht trotz allem die Gesundheit unserer Schülerinnen und Schüler, ihrer Familien, unserer Lehrkräfte und aller Personen, die für einen geregelten Schulbetrieb sorgen, im Vordergrund“, stellt die Präsidentin der abl, Walburga Krefting, klar.

Die Verbände der abl stehen im ständigen und konstruktiven Austausch mit allen Entscheidungsträgern in den Ministerien und Kammern, um geeignete Lösungen zu verschiedenen Szenarien zu entwickeln, bieten Betroffenen Hilfestellungen und informieren über die neuesten Entwicklungen.

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(Bildquelle: pixabay)

 


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