Statement zu Aussagen von Kultusminister Piazolo zum Umgang mit KI-Systemen an bayerischen Schulen: Anti-KI-Software wird den Fortschritt nicht aufhalten!

Statement des brlv-Landesvorsitzenden Jürgen Böhm anlässlich der Aussagen von Kultusminister Piazolo zum Umgang mit KI-Systemen an bayerischen Schulen: "Wir müssen uns der Entwicklung und den Möglichkeiten, die KI-Technologien bieten, stellen. Schülerinnen und Schüler sollen dazu befähigt werden, Chancen und Risiken kompetent und kritisch beurteilen zu können. Hier zeigt sich, dass digitale Aufklärung wichtiger ist denn je! Eine Anti-KI-Software wird den Fortschritt nicht aufhalten. Vielmehr brauchen wir fachlich bestens ausgebildete Lehrkräfte, die Unterrichtsinhalte entsprechend gestalten und Leistungsbewertungen erstellen, die auf Verständnis und Kritikfähigkeit abzielen". [mehr]

Fahrplan 23 - Klarer Kurs für beste Bildung!

Bündnis aus Realschuldirektoren, Realschullehrerverband und Landeselternverband präsentiert gemeinsame Bildungsforderungen für das Jahr 2023

Mit seinem Positionspapier „Fahrplan 23“ präsentiert das Bündnis aus Bayerischer Realschullehrerverband (brlv), Vereinigung Bayerischer Realschuldirektorinnen und -direktoren (VBR) und Landeselternverband Bayerischer Realschulen (LEV-RS) zum Jahresbeginn vier Kernforderungen zur Verbesserung der Bedingungen an den Realschulen im Freistaat.

Stärkung der schulartspezifischen und fachbezogenen Lehrkräfteausbildung an den Universitäten für das Realschullehramt

„Natürlich müssen wir uns über eine zeitgemäße Lehrkräfteausbildung und daran geknüpfte Prüfungsformate intensive Gedanken machen! Vereinheitlichungstendenzen und eine damit einhergehende Entprofessionalisierung in der ersten Phase der Lehrkräfteausbildung lehnen wir allerdings entschieden ab!“, so der Landesvorsitzende des brlv Jürgen Böhm und fügt an: „Die Herausforderungen unserer Gesellschaft werden immer komplexer, daher müssen wir dafür sorgen, dass unsere zukünftigen Lehrkräfte fachlich so versiert sind, dass sie beispielsweise wirtschaftliche, politische und ökologische Zusammenhänge verstehen und vermitteln können. Nur so können sie Schülerinnen und Schülern Orientierung und Halt geben“. Daher mache es keinen Sinn alle Lehramtsstudierenden in einen Topf zu werfen, denn dies gehe auf Kosten der Qualität und Fachlichkeit, warnt Böhm. „Die differenzierte, fachspezifische Lehrkräfteausbildung in Bayern ist ein Qualitätsgarant und sorgt für die nötige Tiefe und Expertise bei der Vermittlung von Bildungsinhalten. Der zunehmende Lehrkräftemangel wird durch eine Abflachung der Ausbildung auf keinen Fall gelöst!“, betont der Verbandschef weiter. Entscheidend sei deshalb die verstärkte inhaltliche Fokussierung auf wichtige Basis- und Zukunftskompetenzen wie komplexes Problemlösen und Systemverständnis, kollaboratives Arbeiten und ethische Handlungskompetenz, worunter beispielsweise auch Bezüge zu Nachhaltigkeits- und Wirtschaftsthemen fallen.

Anhebung der Besoldung im Realschulbereich: mehr Geld für mehr Aufgaben, Verantwortung und fachspezifische Ausbildung

Bei der Besoldungserhöhung für alle Lehrkräfte dürfe das Gesamtgefüge nicht aus dem Blick geraten, fordern brlv und VBR unisono. „Auch im Realschulbereich muss die Besoldung leistungsgerecht und entsprechend der Verantwortlichkeiten sowie der Ausbildungskomplexität nach oben angepasst werden!“, so Ingrid Meggl, Vorsitzende des Verbandes Bayerischer Realschuldirektoren. Konkret sollen Realschullehrkräfte im Eingangsamt eine Zulage zur bisherigen Besoldungsstufe A13 erhalten. Fachlehrkräfte im Eingangsamt sollen auf A11 hochgestuft werden. Für Realschuldirektorinnen und Realschuldirektoren, die eine Schule mit mehr als 360 Schülern leiten, fordern brlv und VBR die Stufe A16. „Angesichts der komplexen und zeitintensiven Managementaufgaben, die unsere Schulleiterinnen und Schulleiter täglich zu bewältigen haben, ist eine Anhebung der Besoldungsstufe auf A16 absolut gerechtfertigt. Das gilt auch für die Zulage bei Realschullehrkräften im Eingangsamt und eine Stufenerhöhung bei unseren Fachlehrkräften. In anderen Berufssparten gibt es schließlich auch keine Diskussion, denn dort gilt: je fachspezifischer die Ausbildung, desto höher das Gehalt!“, ergänzt der brlv-Vorsitzende Böhm.

Ausbau der integrierten Lehrerreserven auf 3 Lehrkräfte je Realschule

Angesichts der vielfältigen Herausforderungen und aktuellen Aufgaben an den Schulen im Hinblick auf die differenzierte Förderung der Schülerinnen und Schüler sei auch der Ausbau der integrierten Lehrerreserve (ILR) auf 3 Lehrkräfte pro Realschule nötig. Bei der integrierten Lehrerreserve handelt es sich um eine strukturelle Entlastungsmaßnahme an den staatlichen Realschulen in Bayern. Die Beanspruchung der ILR ermöglicht zum Beispiel eine gezielte Bildung kleinerer Lerngruppen oder Klassenteilungen, um somit individueller auf die Förderung der Schüler einzugehen und Lerndefizite zu beheben. Die ILR ist somit nicht als reines Lehrkräfte-Backup zu verstehen, unterstützt aber auch bei der Kompensation kurzfristiger Unterrichtsausfälle. „Nicht nur die Corona-Pandemie und die Auswirkungen des Ukrainekriegs sind an unseren Realschulen spürbar. Hier bedarf es dringend einer Aufstockung der Lehrkräfte, um die entstandenen Lernrückstände und Lücken nachhaltig schließen zu können sowie pädagogischen Spielraum für die Stärkung von Sozialkompetenzen zu ermöglichen. Unsere Kinder haben nicht nur ein Anrecht auf Bildung. Wir müssen eine zukunftsorientierte Schulbildung gewährleisten. Auch hier sehen wir die Notwendigkeit die integrierte Lehrerreserve auszubauen, um unsere Kinder bei der Einführung und Umsetzung digitaler Unterrichtsmethoden zu unterstützen. Bildung ist unser höchstes Gut. Dafür setzen wir uns ein“, so Melanie Plevka, Vorsitzende des Landeselternverbandes Bayerischer Realschulen (LEV-RS).

Schaffung einer weiteren Altersermäßigung für alle Lehrkräfte ab dem 64. Lebensjahr

Alles deutet darauf hin, dass das Renteneintrittsalter sich immer weiter nach hinten verschiebt. Hinzu kommt der wachsende Lehrkräftemangel. Dies bedeutet, dass auch Realschullehrkräfte voraussichtlich über das 64. Lebensjahr hinaus an den Schulen tätig sein werden. „Wir fordern die Schaffung einer weiteren Altersermäßigung für alle Realschullehrkräfte ab dem 64. Lebensjahr!“, so die Verbände einstimmig. „Die geforderte Deputatsreduktion ist ein Zeichen der Wertschätzung für unsere langjährigsten Kolleginnen und Kollegen, die wir dringend brauchen, um den zunehmenden Lehrkräftemangel abzufedern“, kommentiert der brlv-Chef Böhm abschließend.

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brlv-Vorsitzender Jürgen Böhm mit Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet

Im Rahmen der 70-Jahres-Jubiläumsfeier im Bamberger Haus wurde brlv-Landesvorsitzender Jürgen Böhm vom bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder mit der höchsten Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland, dem Bundesverdienstkreuz am Bande, gewürdigt. Böhm erhielt die hohe Anerkennung für sein herausragendes bundesweites Engagement für die Bildung.

Der brlv-Landesvorsitzende setzt sich hierbei besonders für eine differenzierte Bildung ein, die den individuellen Bedürfnissen jedes einzelnen jungen Menschen gerecht wird. Besonders die Realschule mit ihrem ausgewogenen Angebot an Theorie und Praxis, einer außergewöhnlichen Werte- und Demokratieerziehung und einer realitätsnahen Alltagsbildung stehen dabei im Fokus von Böhms Bemühungen. Weiterhin wird damit sein Engagement bei der Stärkung der Digitalisierung und der ökonomischen Bildung in ganz Deutschland gewürdigt.  

„Ich nehme diese Ehrung natürlich auch für meine Kolleginnen und Kollegen entgegen, die tagtäglich - auch teilweise unter schwierigen Rahmenbedingungen - um beste Bildung kämpfen", so Böhm nach der Ehrung.

Weitere Impressionen gibt es auf unserer Facebook-Seite:

https://www.facebook.com/RealschuleBayern/

 

 

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brlv-Intranet bietet Mitgliedern Mehrwert

Der brlv hat nun ein Intranet. Damit steht allen Mitgliedern eine digitale Plattform zum gemeinsamen Austausch und zum Vernetzen zur Verfügung. „Ziel dabei ist, alle Beteiligten auf dem Laufenden zu halten. Mit dem brlv-Intranet können wir die Informationsverteilung automatisieren und unseren Mitgliedern nach Themen und Interesse sowie Bezirkszugehörigkeit die relevanten Inhalte zukommen lassen. Kommunikation muss aber in beide Richtungen funktionieren“, sagt der brlv-Vorsitzende Jürgen Böhm.

Auch die Ansprechpartner im Landes- oder Bezirksverband sind über die entsprechenden Suchfunktionen leicht erreichbar, die richtigen Ansprechpartner lassen sich problemlos und schnell finden. Auch kleine Telefon- oder Videokonferenzen sind möglich. Über sogenannte Social Features können sich die Mitglieder direkt beteiligen und engagieren. Abstimmungstools und die Möglichkeit zur Diskussion sind integriert.

„Der brlv lebt vom Engagement seiner Mitglieder. Unser neues Intranet hilft den Mitgliedern, sich direkt in die Verbandsarbeit einzubringen. Ein Austausch untereinander kann auf dieser Plattform schnell und unkompliziert stattfinden. Projekte können dezentral mithilfe von bereits existierenden oder einfach zu erstellenden Gruppen umgesetzt werden. Probieren Sie es aus, Sie werden viel Freude damit haben“, betont Böhm.

Das brlv-Intranet kann auch über das Smartphone genutzt werden.

 

So kommen Sie ins brlv-Intranet:
Klicken Sie auf unseren Homepage auf den Reiter Mitgliederbereich. So gelangen Sie direkt zur Registrierung.
Alternativ können Sie auch den Direktlink https://brlv.intrakommuna.net verwenden.

Weitere Informationen zum brlv-Intranet lesen Sie hier zusammengefasst in einem Artikel. Auf der letzten Seite ist dort die Registrierung Schritt für Schritt beschrieben.

 

(Foto: brlv)

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