Bericht von Kultusminister Sibler im Landtags-Bildungsausschuss greift perspektivische Forderungen des brlv auf

Reale, moderne Bildung gelingt nur mit starker Realschule und differenzierten Bildungswegen – Verband untermauert Forderungen nach Einstellung von Realschullehrkräften

Bezugnehmend auf den heute von Staatsminister Bernd Sibler im Landtags-Bildungsausschuss vorgestellten Bericht zu aktuellen Themen und Schwerpunkten der bayerischen Bildungspolitik äußert sich brlv-Landesvorsitzender Jürgen Böhm folgendermaßen: „Die bayerische Realschule ist die starke mittlere Säule im nachweislich erfolgreichen differenzierten Schulwesen, steht für reale, moderne Bildung und ist mit ihrem klar ausgerichteten Profil beispielgebend für erfolgreiche Bildung im Freistaat und Deutschland. Nicht ohne Grund steht die Bevölkerung Bayerns klar hinter der Realschule, sind Realschulabsolventen heiß begehrt auf dem Ausbildungsmarkt – ihnen stehen nicht nur alle Wege für eine hervorragende Karriere offen, sondern sie leisten als Fachkräfte auch einen erheblichen Beitrag zur Sicherung des Wirtschaftsstandorts Bayern. Von der Staatsregierung wird die maßgebliche Rolle der bayerischen Realschule im differenzierten Bildungswesen anerkannt und geschätzt – eine weitere Stärkung der Realschule muss die logische Konsequenz hieraus sein.“

Erste Schritte in die richtige Richtung werden im kommenden Schuljahr bereits durch das Bildungspaket I auch an den Realschulen umgesetzt. Minister Sibler hat heute weitere perspektivische Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung, der Schulsozialarbeit und der Verwaltung angekündigt. „Das sind richtige und wichtige Investitionen in die Zukunft unseres Landes und unserer Kinder – nun müssen klare Ergebnisse im kommenden Schuljahr sichtbar werden“, fordert Böhm.  

 

Dass die Realschule im Freistaat ein Erfolgsmodell ist, liege auch an der schulartspezifischen Lehrerausbildung, die wiederum eine gezielte Förderung der individuellen Fähigkeiten und Bedürfnisse eines jeden Schülers ermögliche, so Böhm weiter. „Im Gegensatz zu anderen Bundesländern beweist das differenzierte Bildungswesen in Bayern einmal mehr, dass Bildungswege vielfältig und auf die Bedürfnisse des Individuums ausgerichtet sein müssen – jegliche Experimente und Vereinheitlichungstendenzen sind hier vollkommen fehl am Platz. Damit Bildung auf diesem Niveau und in dieser Qualität auch weiterhin gelingt, fordert der brlv – fokussiert mit der diesjährigen Kampagne ‚Moderne Realschule braucht Verstärkung!’ – die Verbesserung der Rahmenbedingungen an den Schulen und die Einstellung von zusätzlichen bestausgebildeten Lehrkräften. Außerdem müssen klare berufliche Perspektiven eröffnet werden: Schaut man sich die aktuelle Lehrerbedarfsprognose an, fehlen bereits in zwei Jahren und bis 2030 hunderte Realschullehrkräfte. Jetzt sind diese Lehrkräfte vorhanden, jetzt muss perspektivisch eingestellt werden! Jetzt müssen engagierte junge Menschen motiviert werden, sich für ein Studium Lehramt Realschule zu entscheiden, um die Bildungschancen der jungen Menschen, die Wirtschaftskraft und den Wohlstand im Freistaat zu sichern“, appelliert Böhm eindringlich.

Pressekontakt: Judith Kadach, 089  55 38 76  


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