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Die Realschule eröffnet Perspektiven

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Konstante Übertrittszahlen an die Realschule zeigen hohe Anerkennung der Schulart bei den Menschen in Bayern – erneut wählen ca. 30 Prozent der Viertklässler diesen Weg |

Die heute vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus bekannt gegebenen bayernweiten Anmeldezahlen an den weiterführenden Schulen bestätigen, dass die Zahlen für die Realschule im Trend der letzten Schuljahre liegen. Jürgen Böhm, Vorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbandes (brlv), zeigt sich deshalb erfreut: „Viele Eltern und Kinder wählen bewusst den Bildungsweg über die Realschule, da sie unser Profil überzeugt.“ Die Mischung aus Theorie und Praxis, so Böhm, sei einer der wichtigsten Gründe für die Entscheidung den Weg an die Realschule zu gehen. Mit Blick auf die Vorteile der Schulart erläutert der brlv-Vorsitzende: „Ob es um Digitalisierung geht oder um Wissen und Fertigkeiten, die im Alltag oder im beruflichen Kontext relevant sind: Die Realschule und die anerkanntermaßen hohe Qualität des Realschulabschlusses bieten eine hervorragende Basis, um im Leben und im Beruf erfolgreich zu sein.“

Böhm macht deutlich, dass die Realschule bereits seit Jahren das Fach Informationstechnologie in der Stundentafel verankert hat und die Realschüler somit gezielt auf die Anforderungen der Digitalisierung vorbereitet. Aus Sicht des brlv müsse es künftig im Rahmen der vorhandenen Stundentafel darum gehen, Themen der Digitalisierung in anderen Unterrichtsfächern praxisnah einzubinden. „Auch mit Blick auf die Europawahl und Entwicklungen in unseren Nachbarländern müssen wir vermehrt die politische Bildung mit der Medienbildung und digitalen Themen verknüpfen“, macht es Böhm an einem Beispiel deutlich. Hier seien moderne pädagogische Antworten gefragt, damit Eltern und Kinder weiterhin auf das moderne und innovative Profil der Realschule setzen. Ziel aller Bildungsbemühungen müsse es sein, mündige Bürger heranzubilden, die aktiv ihr Leben gestalten können und sich den Herausforderungen des Alltags und anspruchsvoller Berufsfelder stellen können. Der brlv-Vorsitzende mahnt: „Die Realschule ist nachweislich erfolgreich und bei den Menschen anerkannt, deshalb fordere ich alle Verantwortlichen in Politik und Verwaltung auf, die Inhalte weiterzuentwickeln und keine unnötigen Eingriffe in die Strukturen vorzunehmen.“

Abschließend verweist Böhm auf die vielfältigen Möglichkeiten, die der Realschulabschluss im Anschluss in der beruflichen Bildung bietet. „Mit Blick auf den Fachkräftemangel in Handwerk, Industrie und Verwaltung haben unsere Absolventen aktuell und in den kommenden Jahren beste Chancen einen Ausbildungsplatz zu finden und eine erfolgreiche Karriere zu starten“, so Böhm. Junge Menschen könnten so in der Region bleiben und Familie und Beruf vereinbaren. Zudem eröffne der Realschulabschluss aber auch Perspektiven auf dem akademischen Pfad. Mit der Beruflichen Oberschule (FOS/BOS) oder dem Übergang ans Gymnasium ist sowohl das Fachabitur aber auch das allgemeine Abitur gut erreichbar.


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