Sicherheit und klare Orientierung für 40.000 Realschulabsolventen: Realschullehrerverband unterstützt Verschiebung der Abschlussprüfungen an den Realschulen

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Realschullehrerverband (brlv) sieht in zeitlicher Verschiebung der Prüfungen zum Realschulabschluss einen richtigen Schritt in Zeiten der Corona-Krise.

„Es ist absolut richtig, dass in der derzeitigen schwierigen Situation nun auch die Abschlussprüfungen an den Realschulen in Bayern um zwei Wochen nach hinten verschoben werden. Dass alle Prüfungen im laufenden Schuljahr abgeschlossen werden und sich nicht in die Sommerferien ziehen, schafft Planungssicherheit für Eltern, Lehrer und Schüler. Der Realschullehrerverband trägt diese Entscheidung mit, denn sie zeigt Weitsicht sowie Verantwortung und verschafft den Absolventen zusätzliche Vorbereitungszeit“, sagt Jürgen Böhm, Vorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbands (brlv). Die Prüfungen zum Realschulabschluss würden damit am 30. Juni beginnen – und nicht wie ursprünglich geplant am 16. Juni.

„Es geht vorrangig um die Gesundheit der jungen Menschen und um die Gesamtverantwortung für alle Menschen in unserer Gesellschaft“, betont der brlv-Vorsitzende. „Wer derzeit in Deutschland Prüfungen ‚durchdrückt’ ohne Rücksicht auf die allgegenwärtige Ansteckungsgefahr, der entfernt sich von jeglicher Verantwortung und sozialem Zusammenhalt“, sagt Böhm mit Blick auf andere Bundesländer.

Mit der Verschiebung müssen die Kolleginnen und Kollegen vor Ort einen neuen Zeitplan erstellen. „Diese Herausforderung werden die Realschulen im Freistaat meistern“, ist Böhm überzeugt. „Seit Tagen schaffen es die Lehrkräfte bereits auch, die Realschülerinnen und Realschüler mit digitalen Unterrichtsinhalten zu versorgen.“

Der Realschulabschluss in Bayern ist hoch angesehen. „Diese Wertigkeit steht nicht zur Debatte, aber wir müssen nun dafür sorgen, dass alle Prüfungsinhalte wie gewohnt umgesetzt werden können“, so der brlv-Vorsitzende. Realschulabsolventen sind in allen wirtschaftlichen Bereichen sehr begehrt – viele Jugendliche haben bereits jetzt Ausbildungsstellen, die voraussichtlich zum 1. September 2020 beginnen. In der aktuellen Lage sind Realschulabsolventen gerade in sozialen Berufen und Berufen im Gesundheitsbereich dringend erforderlich.

„Wir müssen alles daran setzen, dass wir gemeinsam die aktuellen Herausforderungen angehen. Ich appelliere an alle Beteiligten, dass wir – Schüler, Eltern und Lehrkräfte – gemeinsam Lösungen finden, aufeinander zugehen und Verantwortung übernehmen“, so Böhm abschließend.

#Zusammenhalt

 

(Bildquelle: pixabay)


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