Schulöffnung mit Augenmaß und Realitätssinn: Realschulverbände lehnen übereilte Schritte ab und setzen Primat auf die Sicherung des Realschulabschlusses

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„Absoluten Vorrang müssen weiterhin die Gesundheit und die Sicherheit der Schüler und Lehrkräfte haben. Es ist ein dringendes Gebot, dass die Sicherheitsmaßnahmen an den Realschulen umgesetzt werden“, dies betonen einhellig die Vorsitzenden der Realschulverbände, die die Eltern, die Lehrkräfte und Schulleitungen vertreten.

Nachdem seit dem 27. April die Abschlussklassen unter Berücksichtigung der Hygieneregeln an den Realschulen präsent sind, sollen in einem zweiten Schritt am 11. Mai die neunten Realschulklassen an die Schulen folgen.

„Wir müssen nun mit Augenmaß die richtigen Schritte gehen, damit die Qualität des Realschulabschlusses in diesem und auch im kommenden Jahr gesichert ist. Dabei müssen wir uns nach dem 11. Mai weiter Zeit lassen, um die Auswirkungen der Erweiterung zu überprüfen“, so die drei Vorsitzenden.

Andrea Nüßlein (LEV-RS), Ingrid Meggl (VBR) und Jürgen Böhm (brlv) warnen die Verantwortlichen übereinstimmend vor übereilten Maßnahmen und mahnen mindestens einen Zeitraum der zweiten Phase bis nach den Pfingstferien am 15. Juni an. Jegliche verfrühte Öffnung der Schulen für weitere Jahrgänge und eine Aufweichung der Hygienevorschriften lehnen die Vorsitzenden ab und betonen: „Wir können uns keine vorschnellen Schritte leisten, die das Risiko einer nicht kalkulierbaren Rückkehr der Infektion in sich birgt.“

Neben der Beschulung der 5. bis 8. Klassen zu Hause müssen sich die Lehrkräfte ab dem 11. Mai klar auf die Kernfächer im Präsenzunterricht konzentrieren, um die Schüler auf die Abschlussprüfungen ab dem 30. Juni vorzubereiten. Mit Blick auf die chaotischen Planungen in Nordrhein-Westfalen und die Absage der Prüfungen zur „Mittleren Reife“ in Berlin müsse in Bayern weiterhin die klare und realistische Linie beibehalten werden.

„Die Jahrgänge 2020 und 2021 an den Realschulen werden garantiert keine verlorenen Jahrgänge. Die hohe Qualität des Realschulabschlusses muss unbedingt gesichert werden“, so die drei Vorsitzenden abschließend.

 

(Bildquelle: pixabay)


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Politik

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