Einstellungskorridor an den Realschulen gefestigt: Mehr als 650 Neueinstellungen zum neuen Schuljahr stärken Bildungsqualität an den Realschulen im Freistaat und sichern Unterricht nach Corona-Lockdown

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Zum kommenden Schuljahr werden voraussichtlich mindestens 650 Lehrkräfte an den bayerischen staatlichen Realschulen neu eingestellt – diese Zahl hat Kultusminister Michael Piazolo heute (22. Juli 2020) auf einer Pressekonferenz in München bekannt gegeben. „Mit den angekündigten Neueinstellungen können wir positiv ins neue Schuljahr blicken. Damit setzt sich die positive Tendenz der vergangenen Jahre fort. Wir werten es als positives Signal des Freistaats Bayern, jungen Lehrkräften eine langfristige Perspektive an den Schulen zu bieten. Für die Qualität unseres Bildungssystems ist es elementar, auf gut ausgebildete Realschullehrer zu setzen und damit den hohen Standard der Schulart Realschule für die nächsten Jahre zu sichern“, betont Jürgen Böhm, Vorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbands (brlv).

Der brlv hat sich konsequent dafür eingesetzt, dass sich die Einstellungszahlen an den Realschulen seit 2017 bis 2020 auf hohem Niveau stabilisieren und die Rahmenbedingungen für Junglehrer erheblich verbessert haben. „Für einen erfolgreichen differenzierten, qualitativ hochwertigen und zukunftsorientierten Unterricht an den Realschulen sind zusätzliche Investitionen nötig. Die Qualität der Bildung steht und fällt mit der Qualität der Lehrkräfte“, sagt Böhm.

Gerade zur Bewältigung der Corona-Krise seien gut qualifizierte Kolleginnen und Kollegen nötig, die motiviert ihrer Arbeit nachgehen – sei es vor Ort an der Schule oder auch im Fernunterricht von zu Hause aus. Dass sich die Realschulen dieser Herausforderung stellen, hatte eine repräsentative Umfrage des brlv unter knapp 1.100 Realschullehrkräften bewiesen. Die Studie hatte auch aufgezeigt, dass die meisten Realschulen hinsichtlich Digitalisierung bereits gut aufgestellt sind.

Im neuen Schuljahr werden auch wieder Lehrkräfte als sogenannte „Integrierte Lehrerreserve“ eingesetzt, um Unterrichtsausfälle zu vermeiden, individuell besser fördern und kurzfristig auf besondere Situationen an den Schulen reagieren zu können. Wie viele das pro Schule genau sein werden, wird das Kultusministerium zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben. „Diese Unterstützung an den Schulen vor Ort ist nicht mehr wegzudenken“, erklärt der brlv-Vorsitzende.

Um auch weiterhin für hohe Qualität bei den Lehrkräften zu sorgen und frühzeitig einem möglichen Lehrermangel zu begegnen, engagiert sich der brlv zusammen mit vielen Beteiligten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung dafür, dass das Realschulstudium attraktiv bleibt und sich wieder mehr junge Leute dafür entscheiden. „Wir brauchen hervorragend ausgebildete und ambitionierte Realschullehrkräfte für ein gut funktionierendes Bildungssystem. Auch in Zukunft müssen sie die Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf die Berufswelt mit allen ihren Herausforderungen vorbereiten“, macht Böhm deutlich.

„Wir haben den Lehrermangel in anderen Schularten und Ländern im Blick und wollen die dadurch verursachten katastrophalen Entwicklungen für Bayern auf jeden Fall verhindern“, so Böhm abschließend.

 

(Bildquelle:pixabay)


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