Böhm: „Realschulen waren auf Distanzunterricht vorbereitet“ – Unverständnis über Kommunikation des Kultusministeriums

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„Die Verwirrung, die jetzt an den Schulen herrscht, ist groß und verunsichert alle Beteiligten in diesen schwierigen Zeiten zusätzlich. Anstatt auf die Eigenverantwortung der Schule vor Ort zu setzen, hat das Kultusministerium ohne Not Verunsicherung verbreitet und über Monate erarbeitete und gut funktionierende Konzepte zum Distanzunterricht an den Realschulen scheinbar ignoriert“, äußert sich Jürgen Böhm, Vorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbands (brlv).

Das Kultusministerium hatte bekannt gegeben, dass an den letzten Schultagen vor den Weihnachtsferien kein Distanzunterricht, sondern „Distanzlernen“ stattfinden solle. Lehrkräfte, Eltern und Schüler seien gleichermaßen irritiert, dass nach Ansicht des Ministeriums in den sogenannten „unterrichtsfreien Tagen“ nur Material zum Üben, Vertiefen und Wiederholen zur Verfügung gestellt werden soll, sagt Böhm.

„Ich gehe davon aus, dass das an die Schulen versendete kultusministerielle Schreiben heute noch angepasst wird, damit unsere Realschulen echten Distanzunterricht in hoher Qualität in allen Jahrgangsstufen umsetzen können. Dass sie es können und wollen, haben sie bereits vielfach von April bis Juli gezeigt“, betont der brlv-Verbandschef. Gerade in den herausfordernden Zeiten sei es wichtig, den Verantwortlichen und den Lehrkräften vor Ort das notwendige Vertrauen zu schenken. „Bis zum 11. Januar fordern wir eine klare Kommunikation der geplanten Schritte, eindeutige Rahmenbedingungen und vor allem Verlässlichkeit“, so Böhm.

 


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Politik

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