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Bundesgesetz für Schulen völlig fernab jeglicher Realität!

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„Dass die Bundesregierung den besonderen Schutz an Schulen für Schüler, Lehrkräfte und deren Angehörige nicht gewährleisten will und sich von der eigenen 100er-Inzidenzgrenze löst, ist völlig realitätsfremd und höchst fahrlässig!“, kommentiert Jürgen Böhm, Bundesvorsitzender des Deutschen Realschullehrerverbands (VDR), den heutigen Beschluss der Bundesregierung zu bundesweit einheitlichen Maßnahmen gegen die Pandemie.

„Die Schulen bis zu einem Inzidenzwert von 200 offen zu halten kann man nach über einem Jahr der Corona-Krise niemandem mehr vermitteln! Statt konsequent zu handeln und die Pandemie mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu bekämpfen, werden Schüler und Lehrkräfte erneut und weiter der Gefahr einer Ausbreitung des Virus ausgesetzt.“, so Böhm fassungslos. Bundesweit soll die Notbremse in der Gesellschaft ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner an drei aufeinanderfolgenden Tagen greifen. Allerdings sollen die Schulen von diesen gesamtgesellschaftlichen Regelungen ausgenommen und erneut abgekoppelt werden.

„Man hätte sich von der Bundesregierung mehr erwartet als Entscheidungen, die zum jetzigen Zeitpunkt niemandem helfen, sondern vielmehr schaden und hinter den bestehenden Regelungen in einigen Ländern zurückbleiben! Entgegen vielfacher Beteuerungen steht der Gesundheitsschutz von Schülern und Lehrkräften in Deutschland offensichtlich nicht an erster Stelle. Wer Klassenräume, Schulen und den Schulweg nicht als Pandemietreiber anerkennt, hat keine Vorstellungen von der Realität und verschleppt den erfolgreichen Weg aus der Krise. Die Entscheidung im Bundeskabinett ist ernüchternd und absolut unverständlich!“, so der Bundesvorsitzende.

„Neben einer klar strukturierten Test- und Impfstrategie muss man sich jetzt bundesweit auf eindeutige Grenzwerte mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50 für Wechselunterricht und 100 für Distanzunterricht festlegen!“, fordert Böhm abschließend.

 

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Eine Pressemitteilung des Verbands Deutscher Realschullehrer (VDR)
Pressekontakt: Waltraud Erndl, Pressesprecherin VDR, erndl@vdr-bund.de, 0152/01957242


Kategorien:
Politik

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