Ankündigungen des Kultusministeriums zur Weiterentwicklung der Prüfungskultur zum Schuljahr 2026/2027
Der brlv begrüßt die Weiterentwicklung der Prüfungskultur an den bayerischen Schulen ausdrücklich. Viele unserer Anregungen aus dem konstruktiven Dialog mit dem Kultusministerium wurden aufgegriffen. Die Öffnung für zusätzliche gleichwertige Prüfungsformate sowie die Schaffung pädagogischer Gestaltungsspielräume entsprechen den Entwicklungen der vergangenen Jahre an den bayerischen Realschulen.
"Als besonders technologieoffene Schulart haben die Realschulen in den vergangenen Jahren vielfach bewiesen, dass sie innovative Formen der Leistungserhebung verantwortungsvoll einsetzen können, ohne Abstriche bei Vergleichbarkeit oder Qualitätsstandards zu machen. Nicht zuletzt sind die Realschulen die einzige Schulart in Bayern mit einer zentral gestellten Abschlussprüfung im Fach Informationstechnologie", so brlv-Vorsitzender Ulrich Babl.
Gleichzeitig ist für uns klar: Die Weiterentwicklung der Prüfungskultur darf nicht mit einer Absenkung des Anforderungsniveaus einhergehen. Der hohe Leistungsanspruch des Realschulabschlusses muss uneingeschränkt erhalten bleiben!
Die Etablierung neuer Prüfungsformate bringt zudem einen erheblichen zusätzlichen Planungs-, Organisations- und Bewertungsaufwand mit sich. Eine Reduzierung der Anzahl der Leistungsnachweise ist deshalb folgerichtig. Darüber hinaus braucht es weitere spürbare Entlastungsmaßnahmen, damit die neue Prüfungskultur an den Schulen erfolgreich und nachhaltig umgesetzt werden kann. Unerlässlich ist daher auch weiterhin eine intensive Zusammenarbeit in diesem Bereich. Eine aktuelle Umfrage von brlv und Realschulstiftung hat deutlich gezeigt, dass bayerische Realschullehrkräfte zwar hochmotiviert ihrer Tätigkeit nachgehen, aber ihre Belastungsgrenzen erreicht sind.
Alle Umfrageergebnisse im Überblick: https://www.brlv.de/presse.aspx?id=1045